25. März 2026: Der Landkreis Görlitz treibt gemeinsam mit der GlasfaserPlus GmbH den Ausbau der digitalen Infrastruktur weiter voran. In diesem Zusammenhang wurde ein Informationsschreiben an rund 22.600 Adressen im Kreisgebiet vorbereitet. Der Versand erfolgt in Kürze durch die GlasfaserPlus GmbH. Vorab werden die Städte und Gemeinden informiert und gebeten, die Inhalte über ihre Amtsblätter zu veröffentlichen.
Die angeschriebenen Haushalte sowie Gewerbebetriebe haben im Rahmen des geförderten Glasfaserausbaus die Möglichkeit, einen kostenlosen Hausanschluss zu erhalten. Voraussetzung ist die rechtzeitige Beauftragung durch die Eigentümerinnen und Eigentümer innerhalb des Förderzeitraums. Das Projekt wird gemeinsam durch den Bund und den Freistaat Sachsen unterstützt. Betroffen sind sogenannte „graue Flecken“, also Adressen mit einer aktuellen Internetgeschwindigkeit von unter 100 Mbit/s im Download.
Die Breitbandförderung im Landkreis Görlitz basiert auf verschiedenen, aufeinander aufbauenden Programmen:
Weiße Flecken: Seit 2015 wurden Gebiete mit weniger als 30 Mbit/s gefördert. Die Finanzierung erfolgte zu 50 Prozent durch den Bund, zu 40 Prozent durch den Freistaat Sachsen und zu 10 Prozent durch die Kommunen.
Graue Flecken: Die Förderung wurde inzwischen auf Gebiete mit weniger als 100 Mbit/s ausgeweitet. Seit Januar 2023 gilt diese Aufgreifschwelle im Rahmen der Gigabitrichtlinie. Das aktuelle Förderprogramm läuft seit April 2023 mit dem Ziel, bis zum Jahr 2030 eine flächendeckende Glasfaserversorgung zu erreichen.
Eine zentrale Herausforderung besteht darin, dass die Förderfähigkeit nicht an die eingesetzte Technologie, sondern ausschließlich an die verfügbare Bandbreite geknüpft ist. Gebiete mit mehr als 100 Mbit/s – auch wenn diese über Kupfertechnologie wie VDSL bereitgestellt werden – gelten als erschlossen und sind somit von der Förderung ausgeschlossen.
Im Landkreis Görlitz entstehen dadurch unterschiedliche, teils unmittelbar angrenzende Versorgungsbereiche:
- geförderte weiße Flecken (< 30 Mbit/s)
- geförderte graue Flecken (< 100 Mbit/s, rund 22.600 Adressen)
- nicht förderfähige Gebiete (> 100 Mbit/s über Kupfer)
- Eigenausbaugebiete von Telekommunikationsunternehmen
Langfristiges Ziel bleibt eine flächendeckende Glasfaserversorgung im gesamten Landkreis Görlitz. Glasfaser stellt die einzige Technologie dar, die den steigenden Anforderungen in Bereichen wie Homeoffice, digitaler Bildung, Telemedizin und modernen Unternehmensanwendungen gerecht wird.
Für die aktuell rund 22.600 betroffenen Adressen ist die rechtzeitige Beauftragung entscheidend: Erfolgt diese nicht innerhalb der Förderphase, können für einen späteren Hausanschluss erhebliche zusätzliche Kosten entstehen.
Die Beauftragung kann erfolgen über die Service-Hotline: 0800 330 2090 oder Online unter www.glasfaserplus.de/foerderung.
Weitere Informationen zum Ausbaustand sowie zu Informationsveranstaltungen sind unter www.digitaler.landkreis.gr/termine sowie in den Amtsblättern der Kommunen zu finden.
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